Jahresbericht 2016

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Project Description

Jahresbericht 2016

Der Vorstand traf sich seit der letzten MV insgesamt sieben Mal. Diskutiert wurde insbesondere über die hausärztliche Versorgung im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt 3S des Spitals Zweisimmen, über die Spitalstandortinitiative (Herbst 2016) und über die Rolle der Region im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt in Zweisimmen. Auf Initiative von MeGSS kam es seit anfangs 2017 zu zwei Treffen mit der Bergregion und der IG Spital als politische Gruppierungen, um eine einheitliche und gemeinsame Haltung gegenüber dem Projekt 3S zu finden und gegen aussen zu kommunizieren. Es war das Ziel, dass die Region geschlossen hinter dem Projekt steht und insbesondere auch gegenüber dem Kanton klar zum Ausdruck bringt, dass sie das Spital in Zweisimmen erhalten will.

Aufgrund der Diskussionen über die hausärztliche Grundversorgung wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die aufgrund des sich abzeichnenden Engpasses in der Versorgung insbesondere im Obersimmental nach möglichen Nachfolgeregelungen für die Hausarztpraxen sucht. Die Federführung liegt dabei bei der Gemeinde Zweisimmen, einbezogen sind jedoch v.a. auch die lokalen HausärztInnen.

In den verschiedenen Sitzungen wurde auch intensiv über die Rolle von MeGSS diskutiert. Das ursprüngliche Ziel von MeGSS war es, über einen Zusammenschluss der HausärtzInnen den Anstoss zum Schaffen von Strukturen zu geben, die für junge HausärztInnen attraktiv sein können, um in der Region tätig zu sein. Konkret war geplant, in Saanen und in Zweisimmen – dort im Zusammenhang mit dem Spitalneubau – den Aufbau von hausärztliche Zentren zu unterstützen, welche die hausärztlichen Einzelpraxen langsam hätten ersetzen können. Aus verschiedenen Gründen ist das jedoch nicht zustande gekommen.

Gleichzeitig hat der Vorstand von MeGSS jedoch als Plattform für den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren, die in der medizinischen Grundversorgung tätig sind, und als Fachgremium funktioniert. Über MeGSS konnte die Region in die Projektplanung des neuen Spitals einbezogen werden und es hat sich gerade in den letzten Monaten gezeigt, dass mit MeGSS eine Plattform besteht, die für den Zusammenschluss und das gemeinsame Auftreten der Region wertvoll ist. Wichtig ist dabei insbesondere die Einbindung der Spital STSAG, da eine funktionierende Spitalversorgung ein wichtiger Bestandteil der Grundversorgung der Region darstellt.

Momentan bestehen viele Unsicherheiten bezüglich des Projektes 3S; die Finanzierung des Betriebes ist schwierig und es ist unklar, wie sich das Projekt entwickeln wird. In den nächsten Monaten werden Entscheidungen getroffen werden müssen, die für die Spitalversorgung der Region von grosser Tragweite sein werden. In dieser Situation ist der Vorstand überzeugt, dass MeGSS als Austauschplattform und Fachgremium eine wichtige Rolle zukommt, um gemeinsam mit Der Spital STSAG und den politischen Instanzen – der Bergregion, den Grossräten und der IG Spital Zweisimmen – die Bedürfnisse der Region gegenüber dem Kanton zu formulieren und zu vertreten.

Der Vorstand ist ebenso überzeugt, dass MeGSS einen wichtigen Beitrag im Bereiche der Sicherung der ambulanten Grundversorgung leisten kann. Auch wenn sich die ursprünglichen Projekte nicht haben verwirklichen lassen, ist es weiterhin wichtig, dass alle Beteiligten an der Grundversorgung untereinander im Gespräch bleiben und gemeinsam Lösungen zu suchen. Auch wenn sich mit der Arbeitsgruppe „Hausarztversorgung Zweisimmen“ nun zeigt, dass die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse in der Region verschieden sind, so sind der Austausch und die Koordination innerhalb der Region doch wichtig und es gilt, das mit MeGSS dazu vorhandene Gefäss zu erhalten und zu stärken. Es müssen aber auch die Grenzen von MeGSS anerkannt werden; es ist nicht möglich, fertige Lösungen zu präsentieren, da MeGSS dazu weder die nötigen Ressourcen noch die notwendigen Kompetenzen hat. MeGSS wird auch in Zukunft nicht als eigenständiger Akteur die medizinische Grundversorgung organisieren können, sondern nur als Diskussions- und Austauschplattform, Fachgremium und Koordinator funktionieren. Für die konkrete Umsetzung von Vorhaben braucht es jedoch v.a. das Engagement der einzelnen Mitglieder von MeGSS.

In diesem Sinne stelle ich im Namen des Vorstandes den Antrag an die Mitgliederversammlung, dem Vorstand mit der Genehmigung dieses Jahresberichtes weiterhin das Vertrauen zu geben und ihn in der Absicht, seine bisherige Arbeit weiterzuführen, zu bestärken.

 

17.06.2017

Beat Michel