Medienmitteilung – Gesundheitscampus in Zweisimmen: Spital STS AG sichert Übergangslösung zu

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Mitte September wurde das Konzept Gesundheitscampus in Zweisimmen mit integrierten Gesundheitsnetzwerk sowie einem Gesundheitszentrum in Saanen
präsentiert. Der Verwaltungsrat der Spital STS AG steht hinter dem Konzept und bekräftigte die zugesagte Unterstützung, jährlich 2.5 Mio. Franken an das  Betriebsdefizit für den Spitalbetrieb beizusteuern.

Der geplante Gesundheitscampus in Zweisimmen umfasst verschiedene Gesundheitsleistungen in den Bereichen Spital, Alters- und Pflegeheim, Hausärzte, Geburtshaushaus Maternité Alpine und Spitex. In den vergangenen Wochen wurde in der Verantwortung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern mit Unterstützung eines externen Projektleiters und mit Vertretern der Region Simmental-Saanenland wie auch der Spital STS AG intensiv an einer Lösung gearbeitet. Nach dem letzten Workshop am 15. September in St. Stephan stand das Konzept Gesundheitscampus in Zweisimmen mit integriertem
Gesundheitswerk sowie einem Gesundheitszentrum in Saanen. Im Rahmen der diversen Arbeitsgruppen-Sitzungen konnte effizient an konkreten Lösungen gearbeitet werden, hinter welchen alle stehen können. Gleichzeitig wurden das Vertrauen und der Umgang zwischen allen Beteiligten zusätzlich gestärkt. Allen Beteiligten ist indes klar, dass die Herausforderungen und Problemstellungen der medizinischen Grund- und Spitalversorgung in der Region Simmental-Saanenland nicht alleine durch die Spital STS AG gelöst werden können. Das vorliegende Konzept muss von allen Beteiligten getragen und gestützt werden,
allen voran von den Regionsvertretern, Unternehmern der Region, der GEF wie auch der Spital STS AG. Das Umdenken ist spürbar. Es herrscht jetzt  Aufbruchsstimmung – mit klarem Zielfokus, um endlich eine konkrete Lösung anzustreben.

Spital STS AG sichert Unterstützung zu

Der Verwaltungsrat der Spital STS AG unterstützt das Konzept Gesundheitscampus in Zweisimmen – ebenso die Vorgehensweise und den Zeitplan. Die Spitalgruppe ist bereit, jährlich 2.5 Mio. Franken an das Betriebsdefizit für den Spitalbetrieb im Gesundheitscampus in Zweisimmen beizutragen. Die Spital STS AG beteiligt sich aktiv im Projekt, stellt Fachkräfte zur Verfügung sowie weitere personelle Ressourcen. Das Spitalunternehmen hat alle Varianten geprüft, gerechnet und Eventualitäten evaluiert. Die GEF ist über diese Berechnungen in Kenntnis.

Sicherstellung eines reibungslosen Übergangs

Aus den Erkenntnissen der Arbeitsgruppen-Sitzungen und der Bekanntgabe durch die GEF, dass bis auf weiteres die Aufrechterhaltung des Spitalbetriebs am Standort Zweisimmen gewährleistet werden muss – dies ohne weitere Reduktion des Leistungsangebots durch die Spital STS AG – hat Verwaltungsrat der Spital STS AG an seiner Sitzung vom 24. Oktober 2018 folgendes entschieden:

  1. Nebst den ordentlichen, jährlichen Investitionen stellt die Spital STS AG für das Jahr 2019 ausserdem bis zu 2 Mio. Franken an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung, um die betriebliche Infrastruktur am Standort Zweisimmen zu optimieren.
  2. Der Operationsbetrieb im Spital Zweisimmen wird nach der Wintersaison 2018/19 dauerhaft zur Verfügung stehen, heisst 365 Tage im Jahr, 24 Stunden pro Tag. Ab Ostern 2019 wird somit der Operationsbetrieb nicht mehr auf Nebensaison umgestellt, sondern auch an den Wochenenden laufen.
  3. Das Pilotprojekt der Maternité Alpine für geplante ambulante Kaiserschnitte (Sectiones) im Spital Zweisimmen ab dem 1. Januar 2019 für die Dauer der Pilotphase von zwei Jahren, wird unterstützt.
  4. Das Projekt „Dr. House“ wird mit dem Gesundheitscampus in Zweisimmen formell beendet. Dazu ist der Verwaltungsrat der Spital STS AG erfreut über die Klärung, dass die bisherigen Projektergebnisse sowie das „Zahlenmaterial“ validiert und nicht mehr in Frage gestellt werden.

Der Verwaltungsrat der Spital STS AG hat den Eigner in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass die Ziellösung erst in ein paar Jahren erreicht werden kann. Im Wissen, dass dies für die Spital STS AG weiterhin finanzielle Konsequenzen zur Folge hat: Das aktuelle, jährliche Betriebsdefizit in der Höhe von rund 6 Mio. Franken am Standort Zweisimmen muss weiterhin von der Spital STS AG alleine getragen werden – mindestens die nächsten drei bis fünf Jahre, bis zur definitiven Ziellösung. Zudem muss die Spital STS AG zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die aktuelle betriebliche Infrastruktur im Spital Zweisimmen zu optimieren.

Der Verwaltungsrat der Spital STS AG ist sich der grossen Herausforderungen – sowohl betriebswirtschaftlich als auch in Bezug auf die Versorgungsnotwendigkeit – absolut bewusst. Bis der geplante Gesundheitscampus in Zweisimmen eröffnet wird, dauert es noch Jahre. Mit den gefällten Entscheiden möchte der Verwaltungsrat der Spital STS AG aber explizit signalisieren, zur positiven Aufbruchsstimmung mit beizutragen – mit dem klaren Ziel für eine konkrete Lösung in der Region Simmental-Saanenland.

Für Rückfragen:

Dr. iur. Thomas Bähler, Verwaltungsratspräsident Spital STS AG
Tel. 031 390 25 57, E-Mail: thomas.baehler@kellerhals-carrard.ch

Medienmitteilung Spital STS AG

29.10.2018|